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Alternative Kraftstoffe

Alternative Kraftstoffe - Antrieb der Zukunft?

Deutschlands Autofahrer ärgern sich über die stetig steigenden Kraftstoffpreise an den Tankstellen. Dennoch scheinen Benzin und Diesel für die meisten Menschen alternativlos zu sein. Aber ist das wirklich so? energietarife.com zeigt, welche alternativen Treibstoffe es gibt und wieso es sich lohnt, über einen Wechsel nachzudenken.

Wer sein Auto mit Benzin oder Diesel betankt, gehört zur breiten Masse der Gesellschaft. Da die Treibstoffe an jeder Tankstelle verfügbar sind, macht man sich jedoch selten Gedanken über die Folgen.

Wieso Benzin und Diesel problematisch sind

Erdöl, Grundlage von Benzin und Diesel, entsteht im Laufe von mehreren hunderttausend bis Millionen Jahren aus abgestorbenen Meeresorganismen. Insofern ist dieser fossile Energieträger nicht unendlich verfügbar.

Bei der Erdölförderung entsteht zudem jährlich Millionen Tonnen radioaktiver Abfall. Über die Menge, die gesundheitlichen Auswirkungen und die Entsorgung der Abfälle gibt es keine genauen Daten.

Auch die Raffinerien belasten die Umwelt, denn bei der Entschwefelung des Öls gelangt Schwefeldioxid in die Atmosphäre, das als "saurer Regen" ein Hauptverursacher des Waldsterbens ist.

Weiterhin hat die Erdölförderung auch wirtschaftliche Folgen: Die Förderländer sind durch unsere Abhängigkeit äußerst (einfluss-)reich geworden; sie können die Preise bestimmen und Wirtschaft und Politik beeinflussen.

Damit nicht genug: Beim Transport von Erdöl kommt es immer wieder zu schweren Tankerunfällen. Die Folge: Hunderttausende Tonnen Öl verseuchen die Meere.

Feinstaub, Smog, CO2, Xylol, Benzol, Aldehyde - die Kraftstoffe und deren Abgase sind alles andere als gesund für Mensch und Umwelt. Die Folgen sind vielfältig: von Allergien und Kopfschmerzen bis hin zu Atemwegserkrankungen. Dieselabgase gelten laut der Weltgesundheitsorganisation sogar als krebserregend, die Abgase von Benzin als "möglicherweise krebserregend". Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid (CO2) sind für den Treibhauseffekt verantwortlich.

Was sind alternative Kraftstoffe?

Anders als herkömmliche Kraftstoffe wie Benzin und Diesel werden alternative Kraftstoffe nicht aus Erdöl gewonnen. Mittlerweile gibt es zahlreiche alternative Kraftstoffe, von denen einige bereits praxistauglich, andere noch Zukunftsmusik und wieder andere schon fast wieder Vergangenheit sind:

Autogas (LPG: Liquefied Petroleum Gas)

Autogas ist - anders als Erdgas - ein Flüssiggas und entsteht als Nebenprodukt bei der Raffinerie von Mineralölen. Mit Autogas kann man im Vergleich zu Benzin den CO2-Ausstoß um bis zu zehn Prozent senken. Verglichen mit Diesel und Erdgas ist der CO2-Ausstoß allerdings höher.

Zum Gas Tarifrechner

Mitte 2012 gab es in Deutschland mehr als 6.500 Autogas-Tankstellen. Die Preise pro Liter liegt in Deutschland zwischen 60 und 92 Cent. Berücksichtigt man den höheren Verbrauch im Vergleich zum Benzin, so kann man beim Autogas grob von 60 bis 70 Prozent der Kraftstoffkosten ausgehen.

Fast jedes Fahrzeug mit Ottomotor kann relativ unkompliziert auf Flüssiggas umgerüstet werden.

Erdgas (CNG: Compressed Natural Gas)

Erdgasfahrzeuge verbrennen in den Zylindern statt eines Benzin-Luft-Gemisches ein Erdgas-Luft-Gemisch. Erdgas gehört zu den fossilen Brennstoffen und ist damit nicht unendlich verfügbar.

Bei einem Erdgasfahrzeug entstehen im Gegensatz zu Benzinschluckern keine krebserzeugenden Rußpartikel und 50 bis 75 Prozent weniger Kohlenmonoxid.

Ende 2011 gab es in Deutschland 900 Erdgastankstellen. Die Preise für ein Kilogramm variieren stark und liegen etwa zwischen 0,79 und 1,35 Euro.

 Per App Erdgas-Tankstellen finden

Biogas (Biomethan)

Erdgasfahrzeuge können auch mit Biogas betankt werden, das bei der Vergärung von Biomasse entsteht. Die Vorsilbe "Bio" weist hierbei nicht auf einen ökologischen Anbau hin, sondern unterscheidet das Gas mit pflanzlichem oder tierischem Ursprung lediglich von fossilem Erdgas.

Im Gegensatz zu Erdgas ist Biogas nahezu CO2-neutral, wird jedoch bislang selten als Kraftstoff verwendet.

Bio-Ethanol

Bio-Ethanol wird aus Weizen, Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewonnen und wird in Deutschland seit 2005 bereits in geringen Mengen dem normalen Benzin beigemischt. Seit Januar 2011 wird Bioethanol schrittweise als "E10" (Ottokraftstoff mit fünf bis zehn Prozent Bioethanol) eingeführt. Doch nicht jedes Fahrzeug kann E10 ohne Einschränkung tanken.

 E10 - Fragen und Antworten zum neuen Kraftstoff

Rund 50 Tankstellen in Deutschland bieten aktuell Bioethanol (E85) an. Bioethanol ist im Schnitt 20 Cent günstiger als Superbenzin, hat aber auch einen um etwa 35 Prozent niedrigeren Energiegehalt als Ottokraftstoff und verbraucht somit etwa ein Drittel mehr.

Man geht davon aus, dass Bioethanol CO2-neutral ist, das bedeutet bei der Verbrennung wird nur so viel CO2 verursacht, wie beim Wachstum der Pflanzen der Atmosphäre entzogen wird.

Biodiesel

Das Ausgangsprodukt von Biodiesel ist in der Regel Raps- oder Sojaöl. Die Vorsilbe "Bio" weist dabei jedoch nicht auf einen ökologischen Anbau hin, sondern nur auf einen pflanzlichen Ursprung, im Gegensatz zum Mineralöl.

Biodiesel wird aus nachwachsenden Rohstoffen produziert und ist damit theoretisch unendlich verfügbar. Ein positiver Effekt auf die Umwelt ist jedoch umstritten. Biodiesel produziert zum Beispiel mehr ozonfördernde Abgase als aus Erdöl gewonnene Treibstoffe. Auf der anderen Seite geht man davon aus, dass Biodiesel CO2-neutral ist.

Durch die steigende Steuerbelastung ist der Verkauf von Biodiesel seit 2012 rückläufig. Die Preise können stark variieren und liegen zum Teil auf dem gleichen Niveau wie die Preise für Dieselkraftstoffe, zwischenzeitlich sogar darüber.

Reine Pflanzenöle

Vor allem in älteren Dieselfahrzeugen kann reines Pflanzenöl, zum Beispiel aus Raps, Leindotter oder Sonnenblume, als Kraftstoff verwendet werden. Bei modernen Dieselmotoren muss in der Regel das Motor-Umfeld umgebaut werden, damit der alternative Kraftstoff verträglich ist.

Reine Pflanzenöle haben den Vorteil, dass sie CO2-neutral sind, eine hohe Energiedichte aufweisen und zudem weder giftig noch entflammbar, explosiv oder wassergefährdend sind.

Pflanzenöl wird in Deutschland nur an wenigen hundert öffentlichen Tankstellen angeboten. Da Pflanzenöl als Kraftstoff seit 2008 versteuert wird, gilt es im Übrigen als Steuerhinterziehung, wenn man seinen Tank mit Pflanzenöl (Salatöl) aus dem Supermarkt füllt. Seit Anfang 2012 liegt der Steuersatz bei 45 Cent pro Liter. Damit liegt der Preis in der Regel auf einem ähnlichen Preisniveau wie Diesel.

Elektroantrieb

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Elektroautos werden von einem Elektromotor angetrieben, der die nötige Energie aus einem Akku bezieht, der regelmäßig aufgeladen werden muss.

Elektrofahrzeuge sind sauber, leise und umweltfreundlich - zumindest wenn der Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammt.

Nachteil der E-Autos ist, dass sie - auch durch die Akkus - noch deutlich teurer als Autos mit herkömmlichem Antrieb sind. Zudem ist die Reichweite eingeschränkt und das Aufladen des Akkus dauert mitunter mehrere Stunden.

Wasserstoff

Wasserstoff ist ein farb-, geschmacks-, geruchloses und ungiftiges Gas, das in der Natur praktisch nur in gebundener Form, z. B. als Wasser oder in Kohlenwasserstoffen (Kohle, Erdgas, Erdöl) vorkommt. Aktuell wird es fast ausschließlich aus fossilen Energieträgern gewonnen, was den Nachteil hat, dass dabei klimaschädliches CO2 entsteht. Als Speichermedium ist Wasserstoff darum erst dann wirklich zukunftsfähig, wenn er komplett aus regenerativen Energiequellen stammt.

Wasserstoff lässt sich entweder in einem Verbrennungsmotor oder in einer Brennstoffzelle mit nachgeschaltetem Elektromotor verwenden.

BtL-Kaftstoff (Biomass to Liquid)


BtL-Kraftstoff wird aus Biomasse wie zum Beispiel Stroh oder Holz (und theoretisch auch aus jeder verfügbaren pflanzlichen Biomasse wie Pflanzenabfälle, Laub oder Restholz) gewonnen.

Die Vorteile von BtL liegen darin, dass es eine hohe Energiedichte aufweist und auch konventionelle Dieselfahrzeuge mit dem Treibstoff fahren können. Erste Messungen ergaben außerdem, dass bei der Verbrennung weniger Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid und Rußpartikel ausgestoßen werden.

Die Herstellungskosten sind zurzeit allerdings noch sehr hoch. Jedoch sind die Produktionsverfahren noch in der Entwicklung.

Hybridantrieb - der Kompromiss?

Hybridantrieb bedeutet, dass ein Fahrzeug zwei Antriebsprinzipien bzw. Energiequellen kombiniert, zum Beispiel Benzin- und Gas-Antrieb (Erdgas oder Autogas) oder Benzin/Diesel- und Elektro-Antrieb.

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Dadurch werden die Vorteile der beiden Antriebsarten miteinander verbunden: Hybrid-Elektroautos weisen zum Beispiel einen deutlich geringeren Verbrauch und eine bessere Beschleunigung auf. Der für den Elektromotor benötigte Akku lädt sich durch den Verbrennungsmotor auf. Sobald der Akku leer ist, springt der Verbrennungsmotor ein.

Sogenannte "Plug-in-Hybride" ermöglichen zudem ein Aufladen am Stromnetz, was für eine größere Reichweite ohne lokale Emissionen sorgt.

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Fazit

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe alternativer Treibstoffe und dank der Forschung werden viele immer wirtschaftlicher und effektiver. Vermutlich wird die Liste in Zukunft auch noch um ganz andere Arten erweitert.

Auch alternative Kraftstoffe haben Vor- und Nachteile. Somit muss jeder für sich selbst entscheiden, ob und wenn ja welche Alternative für ihn in Frage kommt. Bei der großen Auswahl der Alternativen und der Risiken die Benzin und Diesel bergen, sollte jedoch jeder wenigstens einmal über einen Wechsel auf Erdgas, Strom und Co. nachdenken.

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