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Blockheizkraftwerke

Blockheizkraftwerke - Energie aus dem eigenen Keller

Ein Blockheizkraftwerk wirkt auf den ersten Blick wie ein modernerer Heizkessel. Aber die Anlagen können viel mehr. Sie produzieren nicht nur Wärme, sondern können daraus zusätzlich auch noch Strom erzeugen. Wie Blockheizkraftwerke genau funktionieren und was es bei den Anlagen zu beachten gilt, erklärt folgender Ratgeber.

Der Begriff Blockheizkraftwerk (kurz BHKW) bezeichnet Anlagen zur Gewinnung elektrischer Energie und Wärme. Hierbei ist in erster Linie die Gewinnung von Nutzwärme gemeint. Die Anlagen arbeiten mit dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (kurz KWK).

Was ist KWK?

Unter dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung versteht man die gleichzeitige Gewinnung mechanischer Energie, die im selben Moment in elektrischen Strom umgewandelt wird. Zeitgleich wird nutzbare Wärme produziert, die zum Beispiel zum Heizen oder für Produktionsprozesse verwendet werden kann.

Wie funktioniert ein Blockheizkraftwerk?

BHKWs verfügen über einen Motor, der einen Generator antreibt. Dieser erzeugt Strom. Neben dem Strom erzeugt der Motor zusätzlich Wärme, die durch einen sogenannten Wärmeübertrager (oft auch Wärmetauscher genannt), nutzbar gemacht werden kann. Mit dieser Wärme kann man Wohnräume und Wasser erwärmen. Der Clou der Blockheizkraftwerke liegt aber in ihrer Fähigkeit, den so entstandenen Strom nicht nur örtlich zu nutzen, sondern den Überschuss ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Hierfür erhält der Betreiber des BHKWs eine Einspeisevergütung.

Mithilfe des BHKWs können rund 90 Prozent der eingesetzten Primärenergie genutzt werden. Damit leisten die Kraftwerke im Keller einen großen Beitrag zum Umweltschutz. Normale Großkraftwerke geben 60 Prozent der dort eingesetzten Brennstoffenergie nutzlos als Wärme ab. Die Wärme, die in einem Blockheizkraftwerk entsteht, entweicht nicht einfach in die Atmosphäre, sondern wird weiter genutzt. Der hohe Wirkungsgrad ist ein entscheidender Unterschied zu normalen Heizkesseln - der Gesamtnutzungsgrad eines BHKWs ist wesentlich höher als bei gängigen Heizverfahren. Fast die gesamte Menge an Energie, mit der das kleine Kraftwerk betrieben wird, kommt in Form von Wärme und Strom wieder heraus.

Brennstoffvielfalt

Der Motor eines BHKW (in der Regel ein Dampfmotor, ein Verbrennungsmotor oder ein Stirlingmotor) kann mit allen gängigen Brennstoffen, wie Gas, Heizöl oder Diesel betrieben werden. Ebenso ist es möglich, Biogas zu verwenden. Zudem gibt es inzwischen sogar Blockheizkraftwerke, die mit Holzpellets arbeiten.

Modelle - Mini oder Mikro?

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© Ingo Bartussek / Fotolia

Blockheizkraftwerke gibt es in unterschiedlichen Größen. Anlagen bis 50 kW werden als Mini BHKW bezeichnet. Die Anlagen sind klein und kompakt und sind entsprechend ideal für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern, Gewerbe- oder Gastronomie-Betrieben geeignet. Ein Mini Blockheizkraftwerk wird im Keller eingebaut. Die Installation übernimmt der Hersteller.

Noch kleiner und damit platzsparender sind Mikro BHKWs. Auch sie sind mit ihrer Leistung von 15 kW dazu in der Lage, ein Einfamilienhaus auf umweltfreundliche Weise mit Energie zu versorgen. Weil sie so kompakt sind, können die kleinen Anlagen überall eingebaut werden. Die Mikros lassen sich teilweise sogar mit Pflanzen- oder Heizöl betreiben. Bei einem Mini BHKW muss jedoch ein wichtiger Faktor bedacht werden: Die meisten Modelle werden mit Erdgas betrieben. Im Gebäude muss also sowohl ein Stromanschluss als auch ein Erdgasanschluss vorhanden sein.

Der Unterschied zwischen einem Mini - und einem Mikro BHKW liegt darin, dass ein Mini BHKW auch schon kleine Nahwärmenetze versorgen kann. Beiden Modelle haben jedoch gemein, dass sie als Serienprodukt im Handel erhältlich sind.

Vorteile …

Blockheizkraftwerke bieten viele Vorteile. Sie sind klein und relativ leise - ein Mikro BHKW ist in etwa so groß wie ein Kühlschrank. Besonders positiv hervorzuheben ist jedoch die Unabhängigkeit vom Energieversorger, die mit der Installation einer solchen Anlage einhergeht. Auch der Aspekt des Energiesparens ist attraktiv: Die Anlagen verbrauchen rund 40 Prozent weniger Primärenergie als herkömmliche Heizungen, die mit Strom oder Gas arbeiten. Nicht minder bedeutend ist auch der Umweltaspekt: Weniger CO2-Emissionen schonen die Umwelt. Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, betreibt sein BHKW mit Biomasse  - dann ist es gänzlich CO2-neutral.

Ein Pluspunkt der BHKWs ist auch ihre Wirtschaftlichkeit. Wer sich für ein Blockheizkraftwerk entscheidet, kann auf staatliche Förderung hoffen und seinen Strom weiterverkaufen.

… und Nachteile eines BHKW

Kein Zweifel: In Sachen Energieeffizienz liegen Blockheizkraftwerke ganz weit vorne. Dennoch ist die Wirtschaftlichkeit eines BHKW nicht grundsätzlich garantiert. Viele Faktoren bestimmen, ob sich das BHKW lohnt oder nicht, so zum Beispiel das Baujahr der Immobilie, der Energieverbrauch und das bestehende Heizsystem. Es ist Aufgabe eines seriösen Fachmannes, eine Wirtschaftlichkeitsprüfung samt Prognose durchzuführen.

Ebenso müssen BHKWs relativ häufig gewartet werden. Nach jeweils 1.500 Betriebsstunden sollte vom Fachmann nach dem Rechten gesehen werden. Hierbei ist ratsam, direkt einen Wartungsvertrag mit dem Hersteller zu vereinbaren.

Die höheren Investitionskosten sind ebenfalls ein Aspekt, bei dem abgewogen werden muss, ob eine solche, nicht unerhebliche Investition Sinn macht. Durch den benötigten Brennstoff und das Motorenöl entstehen zusätzlich Kosten.

Und natürlich geht es nicht ohne passende Genehmigungen, Beachtung von Vorschriften, Bauordnungen etc. - den Papierkrieg muss man also beim Weg zum BHKW in Kauf nehmen.

Kosten nicht unerheblich

Blockheizkraftwerke sind keine Schnäppchen. Die Kosten für die Anschaffung variieren je nach Leistung und Brennstoffart zwischen 12.000 und 18.000 Euro. Auch die Installation und Wartung sind Kosten, die unbedingt auf lange Sicht mit einkalkuliert werden sollten. Durch die hohe Wirtschaftlichkeit der Anlagen amortisieren sich die Kosten jedoch in absehbarer Zeit, durchschnittlich nach knapp fünf Jahren. Dies ist jedoch von vielen Punkten abhängig, die frühzeitig klärt werden sollten.

Die richtige Entscheidung

Ein Blockheizkraftwerk arbeitet mit dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. So lässt sich die genutzte Primärenergie fast vollständig nutzen. Zudem wird der Überschuss ins öffentliche Stromnetz eingespeist. All das hat zur Folge, dass BHKWs überdurchschnittlich energieeffizient sind. Zudem macht man sich mit einem modernen, kleinen Blockheizkraftwerk unabhängig von der herkömmlichen Energieversorgung durch Öl oder Gas. Bevor man sich jedoch für die Installation eines BHKWs entscheidet, sollte genau geprüft werden, wie effizient so ein Kraftwerk in den eigenen vier Wänden arbeiten kann. Auch die kostenintensive Installation und regelmäßige Wartung sind Punkte, die es im Vorfeld gut zu durchdenken gilt. Fällt die Prognose durch den Fachmann jedoch positiv aus, sollte man sich ernsthaft Gedanken machen, ob ein BHKW nicht die richtige Entscheidung für die eigene Immobilie ist.

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