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Heizen mit Holzpellets

Holzpellets - clever heizen und die Umwelt schonen

In Zeiten, in denen die Preise für Strom und Gas stetig ansteigen, ist es nur logisch, sich nach neuen Formen der Energiegewinnung umzusehen. Wer dabei auch Wert auf umweltfreundliche Stromerzeugung legt, sollte sich die sogenannten Holzpellets einmal genauer ansehen, denn das umweltfreundliche Schüttgut hat gute Chancen, eine ernsthafte Konkurrenz für Heizöl zu werden.

Der Begriff "Pellets" kommt aus dem englischen und bedeutet so viel wie "Bällchen" oder "Kügelchen". Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei Holzpellets um kleine, aus Holzspänen gepresste Zylinder. Da diese Zylinder in großen Mengen zum Einsatz kommen, werden sie als Schüttgut bezeichnet. Mit einer speziellen Holzpellet-Heizung wird durch das Verbrennen der Pellets Wärme für die Heizung und Warmwasseraufbereitung erzeugt. Die Herstellung von Pellets erfolgt in sogenannten Pelletieranlagen. Durch großen Druck werden die Holzspäne in ihre Form gepresst. Für diesen Vorgang ist in der Regel kein Bindemittel erforderlich.

Pellets - was steckt dahinter?

Das Besondere an Pellets ist, dass sie als Nebenprodukt in großen Sägewerken aus den Resten der anderen Produkte hergestellt werden. Die großen Massen an Holzspänen und Holzabfällen, die bei der täglichen Produktion der Holzwaren entstehen, werden so sinnvoll weiterverwendet, statt einfach im Abfall zu landen. Das Holz wird optimal bis zum letzten Rest verwertet und es entstehen keine unnützen Abfälle. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch gut für den Profit der Herstellungsfirmen. Für die Produktion von Holzpellets wird generell nur naturbelassenes Holz bzw. Rinde verwendet. Es gibt derzeit jedoch keine Regelungen, wie hoch der Anteil an anderen verwendeten Materialien, wie beispielsweise Asche, sein darf.

In Deutschland unterliegen Pellets der staatlich festgelegten DIN-Norm DIN 51731. Die Qualität der hergestellten Holzpellets wird durch diese DIN-Norm jedoch nicht reglementiert. Anders in Österreich, wo die hölzernen Energiespender sich bereits großer Beliebtheit erfreuen: Hier sind die Größe, Beschaffenheit und der Wassergehalt des Pellets streng vorgeschrieben. Ebenso ihr Transport und ihre Lagerung. Sehr vorbildlich, denn falsche Aufbewahrung oder Fehler beim Transport können die Qualität der Holzpellets negativ beeinflussen.

Wer Holzpellets verwenden möchte, benötigt dafür eine spezielle Pelletheizung. Es gibt zwei verschiedene Arten von Heizanlagen für Holzpellets. Vor dem Kauf sollte man sich informieren, welche Heizung für die eigenen Absichten besser geeignet ist. Ebenso wichtig ist die Kenntnis über den kW-Verbrauch im eigenen Haus. Je nach Bedarf gibt es kleinere Einzelöfen, die sich in einem Leistungsbereich von 6-8 kW befinden. Wer einen größeren Energiebedarf hat, sollte sich nach einer Pellets-Zentralheizung erkundigen. Für die Energieversorgung eines Ein- bis Zweifamilienhauses sind Pellet-Heizungen ideal, aber auch größere Gebäude lassen sich mit der umweltfreundlichen Heiztechnik energetisch versorgen.

Ein Brennstoff mit Vorteilen

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© Gina Sanders / Fotolia

Experten sind sich einig: Pellets sind ein überaus sauberer Brennstoff. Der größte Vorteil bei der Nutzung von Holzpellets zur Energieversorgung eines Wohnhauses ist zweifellos die Tatsache, dass die Zylinder aus einem nachwachsenden Rohstoff hergestellt werden. Außerdem sind sie, wie bereits erwähnt, ein Nebenprodukt, das bei der Arbeit in einem Sägewerk zwangsläufig miterzeugt wird. Es ist eine überaus ressourcenschonende Art des Heizens, besonders im Vergleich zu Öl oder Gas. Entsprechend gering ist auch der Schadstoffausstoß bei der Verbrennung von Pellets. Pelletheizanlagen sind weitgehend CO2-neutral, es wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die verwerteten Bäume in ihren Wachstumsphasen in sich aufnehmen konnten.

Zudem ist die Lagerung unkompliziert. Einziges Ziel muss es sein, die Pellets vor Nässe zu schützen. Im Gegensatz zu Öl besteht hier keinerlei Gefahr vor undichten Tanks, die regelmäßig von Fachleuten gewartet werden müssen. Das spart Zeit und Kosten.

Nicht ohne Wenn und Aber

Natürlich gibt es auch Aspekte bei der Nutzung von Holzpellets, die sich negativ auslegen lassen. So benötigen Verbraucher bei der Lagerung des Schüttguts etwas mehr Platz als für Öl. Der Platzbedarf resultiert aus der geringeren Brenndichte der Pellets. Dieses Problem relativiert sich jedoch, da Pellets nicht in Tanks gelagert werden, sondern sich beliebig hoch aufschütten lassen.

Einziger wirklicher Minuspunkt bei Holzpellets ist eine gewisse Unsicherheit, was die Versorgung angeht. Zwar lässt sich bei Pelletheizungen ein steigender Zuwachs feststellen, jedoch kam es in den vergangenen Jahren vereinzelt zu Lieferengpässen. Die Sägewerke hatten ihre Pellets an Kraftwerke ins Ausland verkauft. Mit derart vielen Anfragen hatte keiner der Verantwortlichen gerechnet. Kurzzeitig konnte man der enormen Nachfrage für die Herbst- und Wintermonate nicht nachkommen.

Diese Episode zeigt, dass sich der Markt zwar im Wachstum befindet, er sich mit den neuen Anforderungen und der hohen Nachfrage jedoch erst arrangieren muss. Angebot und Nachfrage müssen sich zunächst einpendeln, bevor auch ein letztes Restrisiko als beseitigt gelten kann.

Pelletheizungen sind kostspielig, aber die Kosten amortisieren sich innerhalb weniger Jahre. Der Preis einer Pelletheizung hängt von ihrer Größe ab. Diese wiederum ist abhängig davon, wie groß das Gebäude ist, welches beheizt werden soll. Momentan belaufen sich die Kosten für eine Pelletheizung mit 12 bis 15 kW auf etwa 15.000 Euro. Damit sind die Anschaffungskosten einer Pelletheizung doppelt so hoch wie die für eine Ölheizung. Die Montage ist in diesem Preis jedoch bereits enthalten. Kleinere Heizungen sind schon ab 5.000 Euro zu haben. Zudem werden Pelletheizungen staatlich gefördert. Wer hierzu genaue Angaben benötigt, sollte sich bei seiner Gemeinde erkundigen, da die Zuschüsse derzeit aufgrund der hohen Nachfrage stark schwanken.

Energiegewinnung von morgen?

Auch wenn die einmalige Anschaffung einer Pelletheizungsanlage durchaus kostspielig ist: Pelletheizungen haben viele Vorteile. Sie sind günstig im Unterhalt und belasten die Umwelt im Vergleich zum Schadstoffausstoß einer Ölheizung minimal. Pellets werden aus sich erneuernden Energien hergestellt und ihre Produktion ist umweltverträglich, da das verwendete Holz vollständig verwertet wird, anstatt dass scheinbar wertlose Reste ungenutzt im Müll landen. Holzpellets könnten eine über alle Maßen effiziente Form der Energiegewinnung werden, sofern es dem noch jungen Markt gelingt, sich auf Angebot und Nachfrage einzustellen. Gelingt dies, werden sicher immer mehr Verbraucher dieses neue, umweltschonende Heizverfahren mit jeder Menge Zukunftsperspektiven genießen.

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